Plastische Wesseling

Neue Gesetzesregelung beim Lipödem

Einen großer Rückschlag hinsichtlich der Kostenübernahme hat es jüngst durch das Urteil des Bundessozialgerichtes vom 24.04.2018, Az. B 1 KR 10/17 gegeben, das Liposuktion bei Lipödem generell als nicht ausreichende Behandlung qualifiziert. Hiernach müssen die Krankenkassen den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung nicht (mehr) mit einer Fallprüfung in Fällen einer Liposuktion bei Lipödem beauftragen, die Krankenkassen können die Kostenübernahme unabhängig von den Stellungnahmen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung direkt zurückweisen.

In der Pressemitteilung zum o.g Urteil stellt das Bundessozialgericht darauf ab, dass die Liposuktion bei Lipödem nicht dem Qualitätsgebot entspreche und verweist darauf, dass eine nicht ausreichend erprobte Methode nicht zu Lasten der Krankenkassen erbracht werden dürfe. Damit verweist die Pressemitteilung auf § 12 Abs. 1 SGB V. Danach müssen Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschlich sein und dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.

Vor diesem Hintergrund dürften Anträge zur Kostenübernahme auf Liposuktion beim Lipödem bei den Krankenkassen regelhaft ins Leere laufen.

Dennoch sind wir zuversichtlich, dass die Studienergebnisse der G-BA Studie, die derzeit aufgebaut wird, eine klare Datenlage liefern werden und die Liposuktion beim Lipödem fester Bestandteil der Leistungspflicht der Krankenkassen im ambulanten und stationären Sektor wird. Mit einer Gesetzesänderung ist jedoch nicht vor März 2021 zu rechnen.

Bis dahin bieten Ihnen hier als Betroffene unterschiedliche Möglichkeiten  der Selbstzahlerleistung an. Sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin!

 

 

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