Plastische Wesseling

Komplizierte Fälle live operiert – SOS Symposium in Wesseling großer Erfolg

 

Voneinander – und von den Besten – lernen. Das ist der Leitgedanke des zum sechsten Mal in Folge ausgerichteten internationalen SOS – Symposiums. Am 10. Und 11. März 2017 folgten über 200 plastische und ästhetische Chirurgen aus der ganzen Welt dem Livestream aus den Operationssälen des Dreifaltigkeits-Krankenhauses in Wesseling.

 

Ausrichter dieses internationalen Symposiums und President-Elect des größten Weltverbandes für Plastistische und Aesthetische Chirurgie, ISAPS, war der Chefarzt der Plastischen Chirurgie am Wesselinger Dreifaltigkeits-Krankenhaus, Dr. med. Dirk F. Richter. Gemeinsam mit drei weiteren Experten hatte er das SOS Symposium 2011 gegründet und auch für dieses Jahr ein herausforderndes Symposiumprogramm ausgearbeitet. SOS steht hier für Secondary Optimizing Surgery, also der Verbesserung von Operationsergebnissen nach Komplikationen. So wurden am Freitag missglückte Operationen an Brust, Augenlidern, Gesicht, Körperstamm und Oberschenkeln live analysiert, kommentiert und operativ korrigiert; diese Sequenzen wurden für die Kongressteilnehmer live in das Kölner Hyatt Regence Hotel übertragen. Richter lud hierfür ausgewiesene Experten aus Kanada, Amerika und England ein, die mit ihrem Spezialwissen und Jahrzehnte langer Erfahrung viele Tricks und Tipps den Kollegen mitteilen konnten. Selbst operierte er zwei Patienten mit missglückten Gesichts- und Lidoperationen – sein Spezialgebiet.

 

Das internationale Fachpublikum war aus insgesamt 35 Ländern der Einladung gefolgt. Die weiteste Anreise hatten Gäste aus Australien, Kolumbien und Korea. Sie wurden mit einem spannenden und abwechslungsreichen Operationsprogramm entschädigt.

Es wurden neun, teilweise sehr komplexe, Operationen durchgeführt, bei denen schon bis zu fünf erfolglose Korrekturversuche vorher stattgefunden hatten. Aber nicht nur die Operationen waren schwierig. Auch die Organisation eines derartigen Operationstages war für das gesamte Team des Dreifaltigkeits-Krankenhauses eine große Herausforderung. „Die OP-Schwestern, die Anästhesie und insbesondere meine Ärzte haben alles gegeben, damit alles reibungslos verlief“, berichtete Richter stolz und erlöst am Freitag.

 

„Hier ging es keinesfalls darum, andere Kollegen zu rügen oder bloßzustellen“, betont Richter. „Vielmehr haben wir in einem Team von Experten erarbeitet, ob und wenn ja, wie so ein Fehler hätte vermieden werden können – und zeigten entsprechende Lösungs- und Korrekturwege auf.“ Ziel sei es, Best Practice Ansätze weiterzugeben und damit eine solide Basis für eine stetige Verbesserung der Versorgungsqualität zu schaffen.

 

Am Samstag folgte dann die theoretische Aufarbeitung in Form von Expertendiskussionen.

„Das überwältigende Feedback der Teilnehmer und die zufriedenen Gesichter waren unser größter Lohn“, meinte Richter, der dann mit den internationalen Gästen und seiner Mannschaft den erfolgreichen Kongress am Abend feiern konnte.

 

Die Geschäftsführerin des Dreifaltigkeits-Krankenhaus Ute Knoop, die die Veranstaltung besuchte, zeigte sich stolz über dieses Engagement und die internationale Reputation, die das Krankenhaus dadurch erlebt.

 

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