Plastische Wesseling

PIP und ROFIL-Implantate

Die Deutschen Behörden  wurden von der französischen Medizinproduktebehörde darüber informiert, dass sie die Vermarktung, den Vertrieb, den Export und die weitere Verwendung von Silikongel-gefüllten Brustimplantaten des Herstellers Poly Implant Prothese (PIP) aus Frankreich europaweit untersagt hat.

Die französische Behörde hatte bei einer Inspektion festgestellt, dass die meisten Brustimplantate dieses Herstellers, die seit 2001 hergestellt wurden, nicht mit dem ursprünglich vorgesehenen und dafür spezifizierten Silikongel gefüllt sind. Sie entsprechen daher nicht den gesetzlichen Anforderungen (z.B. der Richtlinie 93/42/EWG). Derzeit wird von der französischen Behörde untersucht, ob die Verwendung des Materials die Sicherheit der Implantate beeinflusst.

Die niederländische Behörde teilte am 21.06.2010 mit, dass die Brustimplantate M-Implants des HerstellersRofil Medical Nederland B.V. identisch sind mit den betroffenen PIP-Brustimplantaten. Die Empfehlungen des BfArM und der französischen Behörde Afssaps gelten daher für die Brustimplantate M-Implants mit der Modellbezeichnung IMGHC-TX, IMGHC-MX und IMGHC-LS entsprechend. Es gibt Hinweise, dass Implantate dieses Herstellers auch in Deutschland eingesetzt worden sind.

In unserer Abteilung wurden derartige Implantate seit 2001 nicht verwendet. Patientinnen, die nach diesem Zeitraum in Wesseling operiert worden sind, können davon ausgehen hochwertige Implantate der Firma Inamed, Allergan, Eurosilicone oder Mentor erhalten zu haben. Hinweise darüber finden Sie in Ihrem Implantatepass, der Ihnen nach der Operation ausgehändigt wurde.

Für unsere Patientinnen, die nach 2001 operiert worden sind,  bedeutet diese Information, dass für Sie kein Grund zur Besorgnis besteht, da ausschließlich hochwertige Implantate benutzt wurden, die in keinem Zusammenhang mit dem Silikon-Skandal stehen.

Patientinnen, die vor 2001 in unserer Abteilung unter der damaligen Leitung von Prof. Olivari oder Dr. Eder operiert worden sind, melden sich bitte bei uns, da mittlerweile der begründete Verdacht besteht, dass auch PIP und ROFIL-Implantate, die vor 2001 hergestellt wurden, fehlerhaft waren und zu frühen Rissbildungen neigen.

Für betroffene Patientinnen bieten wir im neuen Jahr Sprechstundentermine außerhalb unserer regulären Sprechstunde an, um Sie über den empfohlenen Implantateaustausch zu beraten.

Wenden Sie sich diesbezüglich bitte an unser Sekretariat unter 02236 / 77 387 oder auch per E-Mail an pl.chirurgie@krankenhaus-wesseling.de, da die Telefonleitungen derzeit überlastet sind.

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