Plastische Wesseling

Kieferfehlstellungen (Dysgnathien)

Angeborene Kieferfehlstellungen („Überbiss“ und „Unterbiss“), welche das Ausmaß einer kieferorthopädischen Korrekturmöglichkeit für einen normalen Zusammenbiss überschreiten und durch Stigmatisierung zu psychischen Leid der Betroffenen führen, sollten durch den Kieferchirurgen operiert werden.

Ziel der langjährigen interdisziplinären Therapie von Kieferorthopäden und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen ist die Steuerung des Wachstums in der Wachstumsphase in Richtung einer mildernden Ausprägung der Kieferfehlstellung, sowie die Einordnung der Zähne zu Zahnbögen, welche nach Abschluss des Wachstums durch operative Umstellung zu einer normalen Kaufunktion und Ästhetik  bei den Betroffenen führt. Ab dem Zeitpunkt der Operation kann daher von heute auf morgen ein normales Erscheinungsbild, selbst bei vorher ausgeprägten Kieferfehlstellungen resultieren.
Kieferfehlstellungen welche zu Rachenenge und damit zu einem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom führen, werden mit Schlafmaskengeräten zur Überdruckbeatmung (CPAP-Gerät) nur symptomatisch behandelt.  Mittels gleichzeitiger Ober- und Unterkiefervorverlagerung (Manibulo-maxillären Advancement, MMA) kann der Rachenraum so erweitert werden, dass die nächtlichen Atemaussetzer gänzlich ausbleiben und in Folge dessen auf die Anwendung eines CPAP-Gerätes verzichtet werden kann.

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