Plastische Wesseling

Hautverjüngung

Leichte Altersfalten oder Hautveränderungen (wie Altersflecken) müssen nicht immer operativ beseitigt sondern können auch auf anderem Wege behandelt werden. Eine so genannte Hautverjüngung wird als Laserbehandlung, Hautabschleifen, Peeling oder Faltenunterspritzung durchgeführt. Diese Arten der Behandlung hinterlassen keine Narben, tragen aber zu einem deutlich jüngeren Hautbild bei. Welche der Methoden für Ihre Haut in Frage kommt, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt. Er wird Ihnen die Erfolgschancen der jeweiligen Behandlung genau erläutern können.

Was passiert dabei eigentlich?
Die Laserbehandlung, das Hautabschleifen und das Peeling haben alle ein gemeinsames Ziel: Die obere Hautschicht soll abgetragen und so gleichzeitig eine Neubildung der Haut angeregt werden. Während die Laserbehandlung mittels Verdampfung der oberen Hautschicht ein optimales Ergebnis erreichen will, wird bei der Hautabschleifung die obere Hautschicht mit einem rotierenden Diamanten oder einer kleinen Stahlbürste entfernt. Das chemische Peeling dagegen verätzt die Haut mit Säure und regt so eine neue Hautbildung an. 
Um einiges sanfter gestaltete sich die Hautverjüngung mittels Faltenunterspritzung. Bei dieser Methode werden mit Collagen oder Eigenfett Falten „aufgepolstert“ und so entfernt. Die Faltenunterspritzung verspricht zwar eine unproblematischere Nachbehandlung, hält aber nicht so lange an, da Collagen und Eigenfett nach einigen Monaten vom Körper wieder abgebaut werden.

Anästhesieform und Klinikaufenthalt
Je nach Art der Behandlung und Aufwand werden Sie örtlich betäubt oder voll narkotisiert. Die Hautverjüngung findet in der Regel ambulant statt. Bei der Faltenunterspritzung verwenden wir anästhesierende Crems oder örtliche Betäubungen. Bei umfangreicheren Unterspritzungen ist auch ein Dämmerschlaf möglich.

Wie bereite ich mich auf die Behandlung vor?
Wenn Sie Fältchen mit Collagen unterspritzen lassen möchten, wird der behandelnde Arzt in jedem Fall zuvor einen Allergietest durchführen, um eine mögliche allergische Reaktion auszuschließen. Sollten Sie tatsächlich allergisch auf das Collagen reagieren, bleibt immer noch die Möglichkeit die Hautfalten mit Eigenfett aufzupolstern.

Wie verlaufen die einzelnen Behandlungsmethoden?
Bei der Laserbehandlung wird die obere Hautschicht mittels des Laserstrahls verdampft. Diese Behandlung dauert abhängig von der Größe der zu behandelnden Fläche ca. 20 bis 60 Minuten. Zunächst wird die Haut gründlich gereinigt. Dann setzt der Arzt den Laser gezielt an der Stelle an, die behandelt werden soll. Der Laser ist mit einem Computer verbunden, der genau definiert wie viel Energie wann notwendig ist. 
Das Hautabschleifen wird unter Narkose durchgeführt. Zum Hautabschleifen verwendet der Arzt einen rotierenden Diamanten oder eine kleine Stahlbürste. Neben dem Effekt der Hautentfernung wird so gleichzeitig ein Reiz auf die Keimzellen ausgeübt, um die Haut zur Neubildung anzuregen. Eine modernere Methode zum Abschleifen der Haut ist die Vakuum-Mikroabrasion, bei der mit sterilen Mikrokristallen gearbeitet wird. Diese Behandlung erfordert in der Regel keine und bei ängstlichen Patienten nur eine örtliche Betäubung. 
Chemische Peelings wie auch Kräuterpeelings werden im Abstand von einigen Wochen in mehreren Sitzungen angewandt. Eine solche Behandlung kann sich auch über Jahre hinziehen. Die erste Sitzung beginnt mit einer niedrigen Säure-Konzentration, die im Laufe der Zeit gesteigert wird. Bei jeder Sitzung bleibt die Säure bis zu 30 Minuten auf der Haut und löst die obere Hautschicht auf. 
Bei der Faltenunterspritzung desinfiziert der Arzt zunächst die Haut. Dann injiziert er das Collagen (oder das Eigenfett) mit einer sehr feinen Kanüle an mehreren Punkten in eine Hautfalte. Die Falte wird gewissermaßen angehoben. Die kleinen Erhebungen, die sich auf der Haut bilden, streicht der Arzt mit den Fingern glatt.

Was passiert nach den Behandlungen?
Nach der Laserbehandlung, dem Hautabschleifen oder einem chemischen Peeling wird Ihre Haut zunächst stark gerötet sein und nässen. Dann bildet sich eine Schorfschicht, die nach einiger Zeit abfällt: Die neu entwickelte junge Haut kommt zum Vorschein. Diese neue Haut ist sehr empfindlich und immer noch gerötet. Sie darf nur mit speziellen Cremes behandelt und über einen Zeitraum von zwei bis sechs Monaten keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. Auch sollten Sie im Alltag stets eine Sonnencreme auftragen, denn die junge Haut kann am Anfang den Stoff Melanin, der als Lichtfilter dient, noch nicht selbst bilden. 
Falls Sie eine Faltenunterspritzung hinter sich haben, ist die Haut sofort nach der Behandlung „vorzeigefähig“. Allerdings sollten Sie in den nächsten Tag nichts tun, was die Haut zu einer verstärkten Durchblutung anregt und sich ebenfalls etwa drei Wochen keiner direkten Sonneneinstrahlung aussetzen.

Welche Risiken sind zu beachten?
Auf eine Laserbehandlung sollten Sie verzichten, wenn Sie dunkelhäutig sind oder Ihre Haut stark gebräunt ist, da es zu unwiderruflichen Pigmentveränderungen kommen kann. 
Ein Peeling ist nicht für Menschen geeignet, die unter Cuperose, also Hautrötung durch erweiterte Hautgefäße leiden, da die Rotfärbung sich verstärken könnte. Außerdem sollten Sie beachten, dass ein Peeling auch immer einen aufhellenden Effekt hat, der beim Entfernen von Altersflecken erwünscht ist, sonst aber die Haut oft unnatürlich transparent wirken lässt. Außerdem können die Säuren Nieren, Leber und den Kreislauf schädigen und Herzrhythmusstörungen auslösen. Stellen Sie deshalb vor einer Behandlung durch Ihren Arzt sicher, dass Nieren-, Leber- und Herzfunktion in Ordnung sind.

Welche Komplikationen können entstehen?
Die Laserbehandlung lässt zunächst eine sehr empfindliche Haut zurück, die am Anfang einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt ist. Nicht auszuschließen ist dadurch auch eine Herpesbildung, die vom einfachen Lippenherpes bis zur schmerzhaften Gürtelrose reichen kann. In seltenen Fällen kann es bei der Laserbehandlung auch zu einer Schrumpfung der Haut kommen, besonders im Bereich der Unterlider. In diesem Fall kann der Fehler durch eine Operation korrigiert werden. 
Auch bei der Peelingbehandlung kann es zu Infektionen kommen, die Narben und Hautveränderungen zurücklassen. Da nicht genau zu kontrollieren ist, wie tief die Säure des Peelings in die Haut eindringt, kann auch das zu Komplikationen führen. Dringt die Säure zu tief ein, verbrennt die Haut und es bilden sich hässliche Narben. Auch bei der Faltenunterspritzung ist immer eine Infektionsgefahr gegeben.

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